Mo. 14.09
20:00, Ex-Masten
Inspiriert von Federico García Lorcas Sonetos del Amor Oscuro verwebt Dell’amore oscuro Wort, Musik und Tanz, um ein absolutes Gefühl wiederzugeben. Das Material hat einen besonderen Entstehungshintergrund, Lorca schrieben diesen Zyklus von erotischen Gedichten im Jahr 1935 für Juan Ramírez de Lucas, die Texte wurden jedoch von seiner Familie jahrzehntelang zurückgehalten und erst in den 1980er Jahren posthum veröffentlicht. Die Aufführung ist das Ergebnis eines transdisziplinären Prozesses, in dem der Text zur Wurzel eines fließenden, gleichberichtigten Dialogs zwischen den künstlerischen Ausdrucksformen wird.
Auf der Bühne verkörpern ein Streichquartett, ein Schauspieler und ein Tänzer die Intensität der Sonette: Sechs Körper interagieren in Ausübung ihrer Disziplin, um die Unmittelbarkeit und Intimität dieser Worte wieder zum Leben zu erwecken. Die Gedichte, von einem Mann für einen Mann und nur für ihn geschrieben, überschreiten gerade in ihrer Radikalität das Besondere und werden universell: Sie beschwören Leidenschaft und Verletzlichkeit herauf, sind dabei zutiefst erschütternd. Dell’amore oscuro, bei Transart in der Uraufführung zu erleben, ist eine Hymne an die Freiheit des Fühlens, eine Reise in die verwundete und leuchtende Schönheit einer grenzenlosen Liebe.
“Tra come mi ami, e come ti amo io / Aria di stelle, tremito di pianta”
Die Aufführung ist auf Italienisch mit Deutsche Untertiteln.
★ Uraufführung
Dauer
50'
Good to know
Bar
Stimme und Regie
Michele Bandini
Dramaturgie und Regieassistenz
Malcolm Angelucci
Musik
Luciano Chessa
Choreografie und Tanz
Joaquin Angelucci
Mit dem Caelia Quartet
Violinen: Lisa Burger und Pedro Bravo Aguilar
Viola: Michelangelo Giornetti Medina
Violoncello: László Radva
Im Ticket dieser Veranstaltung inbegriffen:
Constance Debré in Conversation with Alice Friedland
— Recorded Remotely
Info
Die Aufführung ist auf Italienisch mit Deutsche Untertiteln.
Ein besonderer Dank gilt dem Konservatorium Claudio Monteverdi.